Narrative Risikowahrnehmung
Risiko erkennen, wo KPIs schweigen. Fallnarrative, Pre-Mortem, Wahrnehmungsverzerrungen, Risikokommunikation.
Scalable Resilience™ — Linie 4
Präventionsarbeit für Führungsteams und Gremien. Governance, nicht Gefühlsrunde. Sieben Module von narrativer Risikowahrnehmung bis zum Implementierungs- und Verankerungsdesign. Für Organisationen, die Resilienz als Designfrage verstehen wollen — nicht als Wellness-Modul.
Die Haltung
Stabile Organisationen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass ihre Menschen besonders „achtsam“ sind — sondern dadurch, dass ihre Strukturen tragen. Klare Rollen, gute Schnittstellen, eine Governance, die ihre kritischen Punkte kennt, und eine Kultur, in der Warnsignale früh sichtbar werden: Das sind die Bausteine, mit denen Organisationen Belastung aushalten und sich weiterentwickeln.
Dieses Programm arbeitet genau an diesen Bausteinen — an der Brücke zwischen Formal-Compliance und gelebter Praxis. Es ist kein Team-Event. Es ist eine begleitete Arbeitsphase an der Governance und den Schutzarchitekturen Ihrer Organisation.
Struktur
Die Module werden je nach Auftrag modular kombiniert — nicht alle in einer Woche. Der konkrete Zuschnitt entsteht im Aufklärungsgespräch.
Risiko erkennen, wo KPIs schweigen. Fallnarrative, Pre-Mortem, Wahrnehmungsverzerrungen, Risikokommunikation.
Die Lücke zwischen Papier und Realität. Anwendbare Governance, Regulierung als Schutzfunktion, Harmonisierung, klare Schnittstellen.
Kritische Punkte, Systemtests, Redundanzen, Kaskadenprävention, Stabilisierungsschleifen.
Macht- und Statusdynamiken. Schweigekultur. Entscheidungsfehler. Gruppendynamiken. Bias-Management.
Dysregulationsmapping, Interdependenzen, Risikocluster, Frühwarnindikatoren, Priorisierung.
Stress-Simulationen, Exit-Fälle, Kontrollverlustübungen, Wiederherstellung, Krisenprotokolle.
Umsetzung, Rollenklärung, Verankerung, Monitoring, Teamtransfer — damit die Arbeit nach der Woche nicht verpufft.
Leitungsteam
Die Unternehmenslinie hat ein eigenes Leitungsteam — bewusst nicht identisch mit den Privatprogrammen. Der Schwerpunkt ist organisational und juristisch, nicht psychotherapeutisch.
Organisationsentwicklerin. Verantwortet Rollen, Schnittstellen, Entscheidungsarchitekturen und Teamtransfer.
Anwältin und Governance-Expertin. Verantwortet operative Schutzarchitektur, One-Kills-All-Analyse und Krisensimulation.
Zubuchbar, wenn Fragen der persönlichen Regulation, der Belastungssteuerung oder der psychischen Gesundheit im Team relevant werden.
Ergänzend ausgewählte Coaches aus dem Verbund — fallweise, nicht als feste Rollen.
Theoretischer Rahmen
Die Arbeit in diesem Programm stützt sich auf vier methodische Traditionen — keine davon dekorativ, jede davon operativ wirksam.
Die Trigon-Methodik verbindet systemische Organisationsentwicklung mit prozessorientierter Beratung. Organisationen werden als lebende Systeme verstanden, deren Entwicklung nicht verordnet, sondern begleitet wird. Im Programm nutzen wir Trigon-Instrumente für die Arbeit an Rollen, Schnittstellen und Entscheidungsarchitekturen — dort, wo formale Strukturen auf gelebte Praxis treffen.
Dr. Gunther Schmidts hypnosystemischer Ansatz verbindet die Erickson’sche Hypnotherapie mit systemischer Therapie. Im Zentrum steht die Idee, dass Menschen und Organisationen bereits über die Kompetenzen verfügen, die sie brauchen — der Zugang ist nur blockiert. Im Programm nutzen wir diesen Ansatz für die Arbeit an Wahrnehmungsverzerrungen, Entscheidungsblockaden und der Frage, warum Organisationen wissen, was zu tun wäre, es aber nicht tun.
Friedrich Glasls Eskalationsmodell beschreibt neun Stufen der Konfliktdynamik — von Verhärtung bis zur gemeinsamen Vernichtung. Das Modell macht sichtbar, an welcher Stelle eine Organisation steht und welche Interventionsform noch wirkt. Im Programm setzen wir Glasls Arbeit ein für die Analyse von Macht- und Statusdynamiken, Schweigekultur und die Frage, warum bestimmte Konflikte sich immer wiederholen.
Das SySt-Institut (Insa Sparrer & Matthias Varga von Kibéd) hat die Systemische Strukturaufstellung als Diagnoseinstrument für Organisationen entwickelt. Abstrakte Systemzusammenhänge — Rollen, Konflikte, verborgene Loyalitäten — werden räumlich sichtbar gemacht, ohne dass Personen benannt werden müssen. Im Programm nutzen wir Strukturaufstellungen für das Resilienz-Mapping und die Arbeit an Interdependenzen, die in Organigrammen unsichtbar bleiben.
Preis
Die Preislogik des Unternehmensprogramms ist vom Teamumfang und vom Modulzuschnitt abhängig. Was in jedem Fall enthalten ist — und was zubuchbar ist.
Enthalten: sieben Übernachtungen, Versorgung, fachliche Leitung durch Sabine Müller und Nicole Battistini-Kohler, sieben Module nach der Modulstruktur für Unternehmen, Materialien, Endreinigung.
90 Min mit Sabine Müller und Nicole Battistini-Kohler. Kostenfrei, vor Buchung.
Auftragsklärung, Dokumentenanalyse, Modul-Zuschnitt. Zwei bis drei Wochen vor der Programmwoche.
Bis maximal 10 Personen im Haus.
Strukturierter Abschlussbericht, Verankerungs-Call sechs Wochen später.
3.200 € — für Modul 5 Dysregulationsmapping.
9.500 € — durchgängige psychiatrische Beistandstruktur.
Typische Gesamtrechnung für ein Führungsteam von sechs Personen inklusive Vor- und Nachbereitung: ca. 40.000 €. Mit einem Tag Vanessa: ca. 43.200 €.
Zugang
Unternehmen schreiben uns direkt an. Es gibt kein verpflichtendes psychiatrisches Vorgespräch — stattdessen ein strukturiertes Aufklärungsgespräch mit Sabine Müller und Nicole Battistini-Kohler zu Auftrag, Rahmen, Schnittstellen und Zielgruppe im Unternehmen.
Auf dieser Basis entsteht der konkrete Zuschnitt aus den sieben Modulen — dramaturgisch angepasst an das jeweilige Risiko- und Rollenprofil.
Fallstudie
Ein süddeutsches Familienunternehmen im Generationsübergang — und eine Woche, die keine Führungskräfteentwicklung war, sondern eine Arbeit an der Governance.