Retreat-Woche — Das Haus pur
Sie haben das Haus für sich. Keine Gruppen, keine Termine, keine Gastgeber:innen im Alltag. Betreuung nur, wenn Sie sie möchten. Bewegung, Schlaf, Stille.
Klausurwochen
Neben unserer freien Retreat-Woche gibt es in Eckhütt Eins einen zweiten Weg: die Klausurwochen — unter fachärztlicher Aufsicht für Frauen, Männer und Unternehmen. Bevor etwas kippt.
Zwei Wege, ein Haus
Welcher Weg der richtige ist, finden wir gemeinsam im Vorfeld heraus — damit die Woche von Anfang an zu Ihnen passt.
Sie haben das Haus für sich. Keine Gruppen, keine Termine, keine Gastgeber:innen im Alltag. Betreuung nur, wenn Sie sie möchten. Bewegung, Schlaf, Stille.
Eine begleitete Woche mit klarem fachlichem Rahmen. Einzelarbeit, keine Gruppen. Vier Linien — für Frauen, Männer, Unternehmen und General Counsel. Vorbereitung und Vorgespräch gehören dazu.
Sie sind hier.
Vier Programmlinien
Jede Linie hat ihren eigenen Schwerpunkt und ihr eigenes Leitungsteam. Keine ist eine Variante der anderen.
Für Frauen in fordernden Berufen, als Mütter, als Frauen unserer Zeit — die nicht nur funktionieren wollen, sondern leben. Fünf Grundmodule: Sich-Aufopfern, Nervensystem, Retterimpulse, Abgrenzung, Selbstbindung. Dazu sechs Wahlmodule zu Mutterrolle, Herkunftsfamilie, Beruf und Führung. Keine Gruppe. Keine Therapie. Eine Woche, die Ihnen gehört.
Für Männer, die funktionieren — und spüren, dass das nicht reicht. Fünf körperbasierte Module: Stress & Nervensystem, mit Gefühlen umgehen, Grenzen & Konfliktkraft, Nähe & Verantwortung, Alltag danach. Kein Sitzkreis. Kein Coaching im üblichen Sinn. Ein Training, das wie ein Training funktioniert.
Präventionsarbeit für Führungsteams und Gremien. Governance, nicht Gefühlsrunde. Sieben Module — von der Frage, welche Risiko-Geschichten im Unternehmen erzählt werden, bis hin zur Frage, wie das Erarbeitete im Alltag verankert bleibt. Für Organisationen, die Resilienz als Designfrage verstehen wollen — nicht als Wellness-Modul.
Diagnostisches Trainingsformat für erfahrene General Counsel: vier Vorstandstypen erkennen, Vertragsarchitektur kalibrieren, Trennungen methodisch führen. Mit psychologischer Begleitung aus dem Team. Einzelcoaching oder Gruppe bis zu 4 Teilnehmern, mehrere Tage, Vorgespräch verpflichtend. Plus diagnostisches Spiel und Landkarte zum Probespielen.
Eine begleitete Woche für ärztliche Führungskräfte und Klinik-Teams, getragen von der Klinik: ein Governance-Teil, der die Strukturen in den Blick nimmt — bis hin zu Private Equity in der Medizin —, drei kliniknahe Führungsmodule und ein Strang Ärztinnen in Führung. Governance durch Nicole Battistini-Kohler, Methodik durch Sabine Müller, körperbezogene Arbeit durch Dr. Vanessa Prox-Vagedes.
Zu den Programmen zeigen wir keine öffentlichen Bewertungen und keine Namen. Diskretion gehört hier zum Angebot.
Die Dreifach-Architektur
Jedes Programm arbeitet auf drei Ebenen gleichzeitig — weil sich eine ohne die anderen nicht stabilisieren lässt.
Herzrasen vor dem Meeting. Nachts um drei wach, Gedankenkarussell. Nach einem Konflikt drei Stunden Anspannung. Das ist keine Willensschwäche — das ist Ihr Nervensystem im Alarmmodus. Wir zeigen Ihnen, was dort passiert, und geben Ihnen konkrete Übungen an die Hand, um aus diesem Modus wieder rauszukommen. Kein Traumaraum. Ein Training.
Eine Kollegin schiebt Ihnen ihre Aufgabe rüber. Ihr Partner erwartet, dass Sie den Arzttermin organisieren. Ihre Mutter ruft an und Sie sagen zu, bevor Sie denken. Wir schauen uns an, welche Muster sich bei Ihnen eingeschliffen haben — und wie Sie Grenzen ziehen können, ohne die Beziehung zu verlieren.
Bei Privatpersonen: Wie bleibt das, was in der Woche entstanden ist, auch zu Hause lebendig? Konkrete Tages- und Wochenstruktur, die nicht vom ersten Termin weggespielt wird. Bei Unternehmen: Entscheidungswege, die auch dann greifen, wenn zwei Krisen gleichzeitig laufen. Zuständigkeiten, die beim Audit nicht zusammenbrechen.
Was biologisch dahintersteckt
01 — Regulation
In Ihrem Gehirn sitzt ein Mandelkern — die Amygdala. Sie scannt permanent auf Gefahr, auch auf soziale: einen kritischen Blick, einen unbeantworteten Termin, ein drohendes Gespräch. Wenn sie Alarm schlägt, passiert das vor jeder bewussten Entscheidung.
Dann kippt der Körper auf «Kampf oder Flucht»: Der Sympathikus (ein Teil des vegetativen Nervensystems) aktiviert Herzschlag und Atmung, die Nebennieren schütten Adrenalin und Cortisol aus. Gleichzeitig drosselt das Gehirn den präfrontalen Cortex — genau die Region, mit der Sie klar denken und abwägen. Deshalb fällt Ihnen unter Druck oft erst hinterher ein, was Sie hätten sagen sollen.
Cortisol baut sich langsam ab: Halbwertszeit rund 90 Minuten. Das erklärt die drei Stunden Anspannung nach einem Konflikt. Und weil chronischer Stress den nächtlichen Cortisol-Rhythmus verschiebt, werden Sie um drei Uhr wach — nicht, weil etwas im Kopf ist, sondern weil Ihr Hormonsystem angesprungen ist.
Was wir trainieren: den Vagusnerv (der Gegenspieler des Sympathikus). Eine längere Ausatmung als Einatmung aktiviert ihn messbar. Über Wochen gewinnt das Nervensystem Tonus zurück — es kommt nach einem Stressimpuls schneller wieder in den Ruhezustand. Keine Magie, Physiologie.
02 — Beziehung
Soziale Zurückweisung tut biologisch weh. Die Hirnforschung zeigt: Ablehnung aktiviert teilweise dieselben Regionen wie körperlicher Schmerz (Insula, dorsaler anteriorer Cingulum-Cortex). Für unsere Vorfahren war Gruppenzugehörigkeit Überleben. Das Programm läuft noch.
Neben den bekannten Stressantworten Fight, Flight und Freeze gibt es eine vierte: Fawn — beschwichtigen. Wer früh gelernt hat, dass Sicherheit über Anpassung kommt, sagt Ja, bevor der präfrontale Cortex überhaupt bemerkt, dass eine Entscheidung ansteht. Es ist keine Schwäche. Es ist eine hochtrainierte, tief eingerückte Überlebensstrategie.
Dahinter arbeitet das ventrale Vagussystem (Stephen Porges): der Teil des Nervensystems, der Mimik, Stimme und Blickkontakt steuert — unser soziales Betriebssystem. Bei dauerhaftem Druck schaltet es runter. Beziehungen fühlen sich dann anstrengend an, obwohl niemand etwas falsch macht.
Was wir trainieren: die Lücke zwischen Impuls und Antwort. Körpersignale früher wahrnehmen — die Engegefühl im Hals, das Ziehen im Bauch, der Atem, der flacher wird. Jede bewusste Wiederholung legt eine neue neuronale Bahn an. Nicht als Willensakt, sondern als Gewohnheit.
03 — Struktur
Ihr Gehirn ist ein Energiesparer. Jede bewusste Entscheidung verbraucht Glukose im präfrontalen Cortex. Nach vielen kleinen Entscheidungen ist der Tank leer — das nennt man decision fatigue. Sie merken es daran, dass Sie abends Entscheidungen treffen, die Sie morgens nie getroffen hätten.
Wenn dieser Tank leer ist, übernimmt das Default Mode Network — der Autopilot. Alte Gewohnheiten sitzen in den Basalganglien: neuronale Autobahnen, die sich bei jeder Wiederholung verstärken. Der Neurobiologe Donald Hebb hat es so formuliert: «What fires together, wires together.» Genau deshalb frisst der Montag die Woche — die alten Bahnen sind schneller als die neuen Einsichten.
Dazu kommt die allostatische Last: die Summe aller unterschwelligen Stressoren, die Ihr Körper permanent mitrechnet. Wenn sie zu hoch wird, leidet zuerst der Schlaf — REM- und Tiefschlafphasen werden kürzer, Gedächtnis und Emotionsregulation kippen.
Was wir trainieren: Struktur als Energiesparer — nicht als Disziplin. Routinen, die kleine Entscheidungen eliminieren, damit die Kapazität für die großen bleibt. In Organisationen gilt dasselbe auf kollektiver Ebene: Entscheidungsarchitektur ist ein Frage des Gesamt-Energiehaushalts eines Systems.
Methoden-Landkarte
Durchgespielte Szenarien aus Ihrem Alltag.
Welche Geschichte erzählen Sie sich über das, was schiefgehen könnte?
Arbeit direkt am Nervensystem — nicht nur im Kopf.
Was kann wer, was fehlt wo?
Das ganze System im Blick — nicht nur die nächste Sitzung.
Der Kompass: Unser Blick ist ressourcenorientiert. Wir fragen zuerst, was funktioniert — nicht, was fehlt. Grundidee der Salutogenese (Was hält gesund?) und der humanistischen Psychologie.
Fachliche Leitung
Drei Programmlinien — drei Leitungsteams. Jede Linie steht unter der Expertise, die ihr Thema verlangt.
Fachliche Leitung: Dr. Vanessa Prox-Vagedes, zugelassene Psychiaterin. Sie verantwortet den Aufbau der Privatprogramme — und zieht die Linie zwischen Prävention und Behandlung dort, wo sie gebraucht wird.
Geleitet von Sabine Müller (Systemische Organisationsberaterin & Mediatorin) und Nicole Battistini-Kohler (Anwältin und Governance-Expertin). Dr. Vanessa Prox-Vagedes ist auf Wunsch dazubuchbar.
Leitung: Nicole Battistini-Kohler (juristisch-strukturell, NBK Legal). Die psychoedukativ-psychologische Begleitung kommt aus dem Team — nach Wahl ärztlich (Dr. Vanessa Prox-Vagedes) oder psychologisch/Coaching. Berufsrechtlich saubere Honorartrennung, im Vorgespräch transparent gemacht.
Fachrahmen
Die Klausurwochen sind kein bunter Methodenmix. Die Programme stehen auf Arbeiten, die wir offenlegen — und die wir aus gutem Grund ausgewählt haben.
Humanistische Psychologie
Salutogenese
Positive Psychologie · PERMA
Polyvagal-Theorie (Kernthesen in der Forschung umstritten)
Traumaforschung · Körpergedächtnis
Somatic Experiencing
Internal Family Systems · Inneres Team
Ego-State-Therapie
Gestalttherapie
TRE · Tension & Trauma Releasing
Methode · Emerson & van der Kolk
Bindungstheorie
Klinische Hypnose · Forschung
Existenzielle Psychotherapie
Wo es sinnvoll ist, arbeiten wir ergänzend mit dem NEO-FFI (einem Persönlichkeitsfragebogen, der die Big Five misst) oder mit den 24 Charakterstärken nach Peterson & Seligman — als Orientierung, nicht als Bewertung.
Vertiefend im Literatur-Raum: Das Grenze-Kompendium →
Wir versprechen keine Heilung. Wir ersetzen keine Psychotherapie. Wenn sich im Vorgespräch zeigt, dass jemand Behandlung braucht, sagen wir das klar — und empfehlen den passenden Weg.
Fallstudien
Fünf erfundene Fälle — einer pro Programmlinie. Es sind keine echten Mandate, sondern verdichtete Muster aus der Arbeit mit ähnlichen Situationen.
Eine Oberärztin zwischen Station, Kindern und einer pflegebedürftigen Mutter — und eine Woche, in der es nicht darum ging, sie zu reparieren.
Ein mittelständischer Geschäftsführer, der sich jahrelang über Härte gesteuert hat — und eine Woche ohne Sitzkreis.
Ein süddeutsches Familienunternehmen im Generationsübergang — und eine Woche, in der es nicht um Führungskräfte-Entwicklung ging, sondern um die Frage: Wie entscheidet dieses Haus eigentlich?
Ein General Counsel erhält einen internen Hinweis, der die Geschäftsleitung trifft — und kommt mit einer Belastung ins Camp, die er seit Monaten alleine trägt.
Ein Chefarzt der Inneren Medizin wird von seinem Träger in eine Programmwoche entsandt — nicht, weil er versagt, sondern weil das Haus seine Leitenden halten will, bevor sie kippen.
Preisübersicht
Die Programme haben ihre eigene Preislogik — getrennt von der freien Retreat-Woche. Bezahlt wird pro Person bzw. pro Unternehmen; verbindlich ist erst das individuelle Angebot nach dem Scoping.
Zugang
Für Frauen, Männer und General Counsel mit Dr. Vanessa Prox-Vagedes (60 Min, 250 € zzgl. USt (297,50 € inkl. USt); bei General Counsel kommt Nicole Battistini-Kohler auf Wunsch nach der ersten halben Stunde dazu). Für Unternehmen ein kostenloses Kennenlern-Gespräch mit Sabine Müller und Nicole Battistini-Kohler (60 Min). Das Vorgespräch ist zugleich das Scoping — ohne dieses Gespräch gibt es keine Programmwoche.
Vollständiger Ablauf, Richtwerte, Umsatzsteuer und Vertraulichkeit: Preise & Konditionen.