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Camp für General Counsel · Arbeitsweise

In einer asymmetrischen Position arbeiten — souverän statt reaktiv.

Wie im Camp mit der Asymmetrie der GC-Rolle gearbeitet wird — die Methode im Detail.

Wie wir arbeiten

In einer asymmetrischen Position arbeiten — souverän statt reaktiv.

Die GC-Rolle ist asymmetrisch konzipiert — durch widersprüchliche Kommunikationsanforderungen, die in der Konstruktion der Position selbst angelegt sind. Wer sie strukturell liest, gewinnt Spielraum, den die Position aus sich selbst heraus nicht hergibt. Psychoedukation — die strukturierte Vermittlung von Wissen über die typischen Reaktionsmuster auf eine berufliche Konstellation — ist hier eine professionelle Disziplin, kein Therapie-Format: präzise Wahrnehmung als Voraussetzung präziser Wirkung.

Im Camp wird trainiert, wie man sein juristisches Fachwissen strategisch und sozialkompetent so einsetzt, dass man die eigene Position aktiv gestaltet — statt sich von ihr gestalten zu lassen.

Drei Fähigkeiten, die das Camp trainiert.

  1. 01

    Aufmerksamkeit.

    Wahrnehmen, was geschieht — im Außen und im Inneren.

    Den Amygdala-Alarm erkennen, bevor er die Sprache nimmt. Die strukturelle Anweisung — »sieh tief, aber sieh nicht zu viel« — als Anweisung sehen, nicht als persönliche Eigenheit eines schwierigen Vorstands. Politische Manöver lesen, bevor sie wirken.

  2. 02

    Analyse.

    Die Logik dahinter rekonstruieren.

    Widersprüchliche Kommunikationsanforderungen, vier Distanzen, Syndikus-Sonderlage, illusorische Eskalation — Begriffe, mit denen die strukturelle Logik der Position fassbar wird. Empathie als analytische Disziplin (nicht als Sympathie). Wer analysiert, hört auf, die eigenen Reaktionen privat zu deuten.

  3. 03

    Kompetenz.

    In der Situation präzise wirken — ohne sich zu verletzen.

    Die Verbindung von Empathie und Konfrontation: in der Sprache des Gegenübers klar machen, was Recht verletzt — mit einer Stärke, die aus der eigenen Person kommt. Selbstregulation, die diese Konfrontation erst möglich macht.

Diese drei Fähigkeiten sind nicht angeboren. Sie sind erarbeitbar — und genau das macht aus einer strukturell schwierigen Position eine Entwicklungsmöglichkeit.

Eine Konstellation aus zwei Disziplinen.

Klassisches Coaching adressiert die Psyche, klassische Beratung die Struktur. Beides einzeln greift bei General Counsel zu kurz. Das Camp führt beide Schichten zusammen — auf zwei parallelen Spuren.

Strukturell-juristisch

Nicole Battistini-Kohler

Anwältin, Schweizer und deutsche Zulassung. Zehn Jahre in einer internationalen Wirtschaftskanzlei (Corporate / M&A, Tech, Life Sciences), davon sechseinhalb Jahre als Partnerin. Anschließend über sieben Jahre bei einer regulierten digitalen Plattform durch mehrere Finanzierungsrunden, zuletzt als Senior VP & General Counsel. Aufbau von ISMS, ISO 27001, Compliance Management System, Whistleblower-Architektur. Heute Gründerin von NBK Legal.

Im Camp: die strukturelle Perspektive auf Vorstandstypen, Doppelbindung und Eskalationswege — aus eigener operativer GC-Erfahrung. Schließung fachlicher Lücken im regulatorischen Apparat und Anhebung der strategischen Kompetenz.

Psychoedukativ & psychologisch

Begleitung aus dem Team

Ärztlich oder psychologisch — nach Wahl. Die Selbstwahrnehmungs-Schicht (warum kompetente General Counsel das System stabilisieren, das sie eigentlich diagnostizieren müssten) und die Erweiterung des Verhaltensrepertoires gegenüber Vorstand und Aufsichtsrat begleitet ein ausgesuchter Ansprechpartner aus dem Team — in vertraulichen Einzelgesprächen, als Sehübung, nicht als Therapie.

Wer die Begleitung übernimmt und mit welchem Schwerpunkt, sehen Sie auf der Team-Seite.

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Warum Psychologie hier eine Rolle spielt — methodische Klarstellung

Die berechtigte Skepsis

Viele General Counsel haben ein verständliches Misstrauen gegenüber „Psychologie“. Zu oft wird der Begriff missbraucht — von Influencern, die alles mit „toxischen Menschen“ und „Narzissmus“ erklären, bis hin zu oberflächlichem Wellness-Gerede.

Wir arbeiten anders

Es geht nicht um Therapie, Persönlichkeitsoptimierung oder emotionale Befindlichkeiten, sondern um präzise Beobachtung von Systemen — sowohl der äußeren (Board, Organisation, Stakeholder) als auch der inneren (eigene Reaktionsmuster, Loyalitätskonflikte, Entscheidungsfallen). Psychologie als Werkzeug zur besseren Urteilsfähigkeit, ähnlich wie Sie Vertragsrecht oder Regulatorik als scharfes Analyseinstrument nutzen.

Vier Leitfragen der Camp-Woche

01 Wie entstehen blinde Flecken in hochkomplexen Entscheidungssituationen?
02 Wann wird Loyalität zur Selbstgefährdung?
03 Wie erkennt man, ob eine innere Grenze überschritten wurde — lange bevor es nach außen sichtbar wird?
04 Welche systemischen Dynamiken wiederholen sich in Board-Meetings, Eskalationen oder Trennungsszenarien?

Begriffe präzise verwenden

Zentrale psychologische Begriffe werden in Alltag und Medien oft inflationär und unscharf gebraucht. Wir definieren sie zu Beginn der Camp-Woche — und verwenden sie nur dort, wo sie tatsächlich tragen.

Theoretische Quellen

Bowlby, Winnicott, Kohut, Kernberg, Davies, Rizzolatti im psychologischen Strang; Wilson, Csikszentmihalyi, Sennett, Crawford im arbeitswissenschaftlichen Strang — in der Bibliothek als Roman, Kompendium und Essay-Reihe ausgearbeitet.

Zurück zum Programm

Das ist die Arbeitsweise. Das Programm selbst:

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Auf einen Blick