Aus dem Haus & vom Wald
Texte aus dem Haus —
und vom Bayerischen Wald.
Sechs Stimmen aus dem Bayerischen Wald. Ein Roman mit wissenschaftlichem Apparat über hundertzwanzig Jahre psychologischen Denkens. Eine kleine Bibliothek zum Handwerk in zwei Welten — mit zwölf Berufen, die in Deutschland keinen direkten Platz haben. Und fünf Stücke zur Musikgeschichte aus ungewohnter Perspektive: erzählt werden nicht die Komponisten, sondern die Figuren, die ihre Musik vorbereitet haben — Wackenroder, Boulanger, Buddy Bolden, Boris Vian, Fabrizio De André. Und, etwas abseits der literarischen Linien, Begleittexte zu den beiden Programmen des Hauses — für General Counsel und für Ärztinnen und Ärzte.
Vier Wege durchs Lesen
Vier Linien, vier Stimmungen.
Die Bibliothek dieses Hauses ist in vier Linien gegliedert. Jede hat ihren eigenen Klang — eine sucht im Wald, eine in der Psychologie, eine im Handwerk, eine in der Musikwelt. Wer einsteigt, kann jede Tür nehmen; man landet ohnehin in einem der vier Zimmer, und sie sind alle bewohnt.
Vier Linien sind keine Stilfragen. Es sind vier Weisen, aus engen Räumen wieder zu atmen — das Lokale, das Innere, das Handwerkliche, das Klingende.
Wo anfangen?
Sie kommen über ein Programm? Direkt zu den Begleittexten für General Counsel.
Oder nach Gewicht und Zeit aussuchen:
Geschichten aus dem Wald.
Sechs Stimmen aus dem Bayerischen Wald — Sagen, Porträts, eine Kriminalerzählung, eine Liebesgeschichte am See. Was hier wuchs, was hier blieb, was dort weg musste.
Sechs Texte
Zur ersten Linie
IIAtlas der Psychologie.
Die Grenze — ein Roman als Briefspur durch ein Jahrhundert, mit einem wissenschaftlichen Kompendium der Denker, die im Hintergrund mitlaufen. Plus drei Begleittexte zum Camp für General Counsel und drei zum Programm für Ärztinnen und Ärzte — Strukturanalysen, schwierige Persönlichkeiten und der Blick auf Governance und Eskalation.
Roman + Kompendium + 3 GC- + 3 Ärzte-Texte
Zur zweiten Linie
IIIHandwerk in zwei Welten.
Ein Ost-West-Vergleich in zwölf Stationen — vom Essay über die Chronik bis zu den Tafelwerken; mit dem ostasiatischen Modell der Lebenden Nationalschätze als Bezugspunkt. Am Ende zwölf besondere Berufe aus fünf Ländern.
Zwölf Stationen
Zur dritten Linie
IVMusikraum.
Fünf Stücke aus der Musikwelt, mit Geschichten, die selten erzählt werden. Romantik, Spätromantik, Jazz, Chanson, Cantautori — mit den Vorbereitern, den Außenseitern und den vergessenen Erfindern. Plus ein Anhang mit allen Komponistinnen und Komponisten von 1800 bis heute. Im Haus steht ein Klavier.
Fünf Stücke und ein Anhang
Zum Musikraum
Erste Linie · Bayerischer Wald
Sechs Stimmen aus dem Wald.
Manche dieser Geschichten sind wahr — bis ins letzte Detail belegt. Andere sind erfunden, aber aus dem Stoff gemacht, aus dem dieser Wald seine Sagen webt. Alle sechs haben eines gemeinsam: Sie erzählen von Menschen, die sich nicht damit abgefunden haben, dass hinter dem letzten Hügel nichts mehr kommt — Lokales, Stilles, Eigenwilliges, manchmal Ungeheuerliches.
Klang dieser Linie: leicht bis mittel, erzählend, ohne Vorwissen — nur der Kriminalfall am Rachelsteig nimmt sich eine knappe Stunde.

Wahre Geschichte
Das Wunder von Blaibach
Wie ein 2.000-Seelen-Dorf zum Pilgerziel der europäischen Musikwelt wurde
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Porträt
Der Bajubarde
Fredl Fesl — melankomisch, widerständig, unvergessen
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Porträt
Des freien Waldes freies Kind
Emerenz Meier — Dichterin, Wirtstochter, Auswanderin
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Kriminalgeschichte
Der tote Mann am Rachelsteig
Bayerisch Eisenstein, Oktober 1952
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Folk Horror
Der König unter dem Rachel
Eine Erzählung aus dem Jahr 1771
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Mystische Liebesgeschichte
Die Farbe des Windes
Mélusine und der Fahrende — eine Begegnung am Arbersee
LesenZweite Linie · Eine Arbeit aus dem Haus
Die Grenze.
Ein historischer Krimi und sein Apparat.
Der Roman ist eine kurze Geschichte. Im März 2010 findet eine junge Zürcherin im Nachlass von Alice Miller eine Mappe. Was darin steht, führt zurück bis zu Ernst Mach in Wien 1889 — und folgt einem Begriff, der die Psychologie und das Systemdenken seit hundertzwanzig Jahren begleitet: die Grenze.
Klang dieser Linie: die schwerste im Haus — ein dichter Roman, ein Nachschlagewerk und Begleittexte, die psychologisch wie analytisch fordern; nichts für nebenher.
Im Hintergrund laufen die Denker mit, die das psychotherapeutische Verständnis der Texte tragen — sechs Hauptfiguren der Bindungsforschung, der Selbstpsychologie, der relationalen Psychoanalyse und der Neurowissenschaft. Sie sind im Begleitband ausführlich dargestellt.
Beide Texte sind zusammen entstanden — sie lassen sich einzeln oder im Wechsel lesen. Empfohlener Weg: zuerst der Roman, dann der Apparat. Wer gern im Hintergrund mitliest, beginnt umgekehrt.
Zweite Linie · Begleittexte zum GC-Camp
Drei Texte aus der Werkstatt Skalierbare Resilienz
Begleitliteratur zum Camp für General Counsel: eine Strukturanalyse der GC-Position, fünf typisierte Verläufe nach dem Ausstieg und eine Reihe über Creeps und Selektivität am Arbeitsplatz. Co-Autorinnen Nicole Battistini-Kohler, Sabine Müller, Dr. Vanessa Prox-Vagedes.
Psychoedukativer Essay
Sehen müssen, nicht handeln dürfen
Die strukturelle Doppelbindung der GC-Rolle und die Funktion der Psychoedukation
LesenFünf Verläufe
Was nach der GC-Position kommt
Fünf Wege, die andere vor Ihnen gegangen sind
LesenDiskussionsanstoss für das Camp
Creeps und Selektivität
Ein interaktiver Globus mit neun Stationen — von vier Phänotypen über die Dynamik im toxischen Dreieck bis zur Selektivität ab fünfzig
LesenZweite Linie · Ein Essay aus dem Haus
Über das, was trägt
Ein essayistischer Bogen von einem gescheiterten Glashaus in Arizona über die Botanik des Reaktionsholzes bis zu der Frage, warum Mächtige, denen niemand mehr widerspricht, an einem gewöhnlichen Tag umkippen. Skalierbare Resilienz, von der Wurzel her gedacht.
Dritte Linie · Eine Arbeit aus dem Haus
Handwerk in zwei Welten.
Ein Rundgang durch zwölf Perspektiven.
Eine Spur, die mit einem beginnt und bei den japanischen endet. Dazwischen: , , das , die westliche , eine koreanische und eine Handvoll französischer Veredelungsberufe, die in Deutschland keinen direkten Platz haben.
Klang dieser Linie: sachlich und erzählend, in kurzen Stationen — man kann an jeder Tafel ein- und wieder aussteigen.
Zwölf Stationen, jede mit einer eigenen Perspektive auf dasselbe Thema. Sie sind ineinander verlinkt und lassen sich in jeder Reihenfolge lesen. Wer linear vorgehen möchte, beginnt mit der Trennung und endet bei den Besonderen Berufen — aber jede Tür ist eine Tür.
Eingang · Essay
Die Geschichte des Handwerks in zwei Welten
Hand und Geist — eine zweieinhalbtausend Jahre alte Trennung, erzählt von einem Affen mit einer Harke bis zu den japanischen Lebenden Nationalschätzen.

Geschichte · Chronik
Geschichte des Handwerks
Zwei parallele Zeittafeln, sechs Epochen. Westen links, Osten rechts. Klickbare Strecke mit Knotenpunkten von Solon bis zur Wissensökonomie.

Ausbildung · Sieben Regionen
Nicht selbstverständlich
Wie gibt man Können weiter? Sieben Antworten — Europa, USA, Lateinamerika, Asien, Afrika, Australien, Neuseeland. Keine ist universell.

Werkbank · Tafelwerk
Acht Verbindungen
Wie zwei Hölzer zusammenkommen — vier westliche und vier östliche Holzverbindungen, mit Schemazeichnungen.

Garten · Tafelwerk
Acht Techniken
Wie ein Garten wächst — vier westliche und vier östliche Anbauformen, vom Klostergarten bis zur Naturlandwirtschaft Fukuokas.

Werkstatt · Tafelwerk
Acht Stoffe
Wie Kleidung am Körper entsteht — Spinnen, Weben, Stricken, Schneidern; Aizome, Sashiko, Boro, Kimono. Material in Form bringen oder Material in Würde lassen.

Bruch · Vertiefung
Die Reparatur
Wie ein Bruch sichtbar wird oder verschwindet. Kintsugi, Sashiko, Mottainai im Osten — Repair-Cafés, iFixit, Right-to-Repair im Westen.

Küche · Vertiefung
Wie die Kochkunst auseinanderlief
Hand und Schmecken in zwei Welten. Vom Koch des Königs Tang bis Petrini und Redzepi. Wie der Westen die Küche codifizierte und der Osten sie nie aus der häuslichen Selbstverständlichkeit auswandern ließ.

Wandlung · Zehn Geschichten
Die Alchemisten
Maria die Jüdin, Jabir, Flamel, Paracelsus, die Brahes, Newton, Atwood; Wei Boyang, Ge Hong, Nagarjuna. Zehn dokumentierte Geschichten aus zweitausend Jahren Verwandlung von Materie und Selbst.

Berufsstand · Vier Länder
Die Kaminkehrer
Eine Innung zwischen öffentlichem Auftrag und freiem Markt. Vom Vigezzotal über Preußen bis zur EU-Liberalisierung 2013; dann Schweiz, USA, Japan.

Ökonomie · Vier Wirklichkeiten
Handwerk heute
Deutschland, USA, Japan, Subsahara-Afrika. Stabilität, Wiedergeburt, alternde Tradition, informelle Wirtschaft — und warum keine dieser Antworten universell ist.

Veredelung · Zwölf Berufe aus fünf Ländern
Besondere Berufe · Hätten Sie es gewusst?
Affineur, Chef de cave, Lutier, Parfumeur, Tōji, Jang-Meisterin, Kimonohersteller, Urushi-Lackmaler, Saree-Weberin, Washi-Schöpfer, Ryokan-Familie, Geiko und Maiko. Mit Stichworten zum Raten und Aufdeck-Karten — eine eigene Spielfläche.

Vierte Linie · Eine Arbeit aus dem Haus
Musikraum.
Fünf Stücke aus der Musikwelt — und ein Anhang.
Klang dieser Linie: hörnah erzählt, einige Stücke lang, aber keines verlangt Notenkenntnis — am schönsten mit Musik nebenher.
Im Haus steht ein Klavier. Drumherum ist eine Musikgeschichte gewachsen, die in den Lehrbüchern selten so erzählt wird, wie sie wirklich war. Fünf Stücke versuchen, die unerwarteten Fäden freizulegen: wie die Romantik nicht von Komponisten, sondern von einem Theologie-Studenten und einem Richter angefangen wurde. Was nach ihr kam — in Russland, Paris und Tokio. Wie der Jazz aus New Orleans sich gegen ein Land behauptete, das ihn brauchte und seinen Schöpfern gleichzeitig das Spielen verbot. Wie das französische Chanson aus dem Cabaret von Montmartre wurde. Und wie die italienischen Cantautori über Brassens entstanden.
Jeder Text endet mit einer vierspurigen Zeittafel: was zur gleichen Zeit in der Musik, in der bildenden Kunst, in der Literatur und in der Welt geschah. Ein sechstes Stück, ein Anhang, versammelt alle Komponistinnen und Komponisten von 1800 bis heute, geordnet nach Westeuropa, Osteuropa, Amerika und Japan. Wer alle fünf Stücke liest, hat die zentralen zweihundertdreißig Jahre westlicher Musikgeschichte als ein Geflecht von Personen, Lagen und Erfindungen vor sich.
Stück 1 · 1770–1850
Wie die Romantik entstand
Wackenroder, Hoffmann, der Davidsbund
Erstes Stück lesen
Stück 2 · 1850–1950
Spätromantik bis Moderne
Mächtiges Häuflein, Boulanger, Asien
Zweites Stück lesen
Stück 3 · 1890–heute
Vertiefung Jazz
Bolden, Williams, das Cabaret-Card-System
Drittes Stück lesen
Stück 4 · Frankreich
Chanson
Bruant, Piaf, Brassens, Brel, Vian
Viertes Stück lesen
Stück 5 · Italien
Cantautori
De André, Tenco, Battisti, Mia Martini
Fünftes Stück lesen
Stück 6 · Anhang
Komponistinnen und Komponisten
1800 bis heute — Westeuropa, Osteuropa, Amerika, Japan
Anhang öffnenZum Weiterlesen
Bücher im Haus.
Diese Texte sind eine Auswahl — keine Bibliothek. Im Haus selbst finden Sie Regale mit Büchern über den Bayerischen Wald: Chroniken, Sagen, Naturführer, Biografien. Wer Lust hat, stöbert. Wer lesen will, liest. Alles andere ist optional.
