Ursprung von Aufopferungsmustern
Frühe emotionale Zuständigkeit, Retterrollen, Schuldmechanismen, kulturelle Prägungen, Entkopplungsübungen.
Klausurwochen — Linie 1
Für Frauen, die nicht nur funktionieren wollen. Eine Klausurwoche unter fachärztlicher Aufsicht für Frauen, die chronisch zu viel tragen — in Familie, Beruf, Herkunft. Eine begleitete Woche, die Aufopferungsmuster sichtbar macht und am Nervensystem arbeitet, wo sie entstehen. Keine Therapie. Keine Gruppe.
Die Haltung
Aufopferung ist selten ein bewusster Entschluss. Sie entsteht aus früher emotionaler Zuständigkeit, aus Retterrollen, aus kulturell eingelagerten Schuldmechanismen — und aus einem Nervensystem, das gelernt hat, Gefahr an den Reaktionen anderer abzulesen. Dieses Programm arbeitet an genau diesem Punkt.
Wir deuten nicht. Wir analysieren nicht die Kindheit. Wir arbeiten mit dem, was heute im Körper und im Alltag passiert — und geben konkrete Werkzeuge an die Hand, mit denen Sie aussteigen können, ohne die Beziehungen zu verlieren, die Ihnen wichtig sind.
Fachliche Leitung
Die fachliche Leitung für das Frauenprogramm liegt bei Dr. Vanessa Prox-Vagedes, zugelassener Psychiaterin. Sie verantwortet die Modulstruktur, führt das verpflichtende Vorgespräch und zieht die Grenze zwischen Prävention und Behandlung — wo nötig mit klarer Empfehlung.
Theoretischer Rahmen: Das Anschluss-Kapitel des Grenze-Kompendiums ordnet die psychologische Schicht des Programms in die zugrundeliegenden Quellen ein (Bowlby, Winnicott, Kohut, Kernberg, Davies, Rizzolatti).
Struktur der Woche
Die Basismodule bauen aufeinander auf. Sie bilden das Fundament der Woche. Alle Module werden im Einzel-Setting gearbeitet — keine Gruppenkonstellationen, keine Erfahrungsrunden.
Frühe emotionale Zuständigkeit, Retterrollen, Schuldmechanismen, kulturelle Prägungen, Entkopplungsübungen.
Erregung und Grenzen, körperbasierte Tools, Überforderung früh erkennen, innere Grenzen, Selbstwahrnehmung.
Automatische Hilfsimpulse, Unterschied zwischen Verantwortung und Zuständigkeit, Stoppsignale, Notfalltechniken, Musterentlernen.
Klare Kommunikation, Nähe ohne Selbstverlust, Rückdelegation, Schuldresistenz, Druckmanagement.
Innere Selbstbindung, autonome Lebensführung, Energiehaushalt, Bedürfnispriorisierung, Selbstführung.
Alle fünf Basismodule greifen auf körperbasierte Werkzeuge zurück. Regulation passiert nicht im Kopf allein.
Wahlmodule
Die Wahlmodule werden im Vorgespräch ausgewählt — je nach Lebenslage. Sie ersetzen keines der Basismodule, sondern setzen dort an, wo im Alltag der größte Druck entsteht.
Für Frauen, die als Mütter chronisch überfordert sind — ohne die Bindung zum Kind zu beschädigen.
Wie man in Beziehungen regulierend wirkt, ohne sich selbst dabei aufzulösen.
Das vielleicht schwerste Feld: Grenzen zu den Menschen, denen man etwas „schuldig“ zu sein glaubt.
Für Paare, in denen die Elternrolle die Paarbeziehung aufgefressen hat.
Wenn das Berufsleben mit demselben Muster läuft wie das Privatleben — immer alle retten.
Für Frauen in Führungsrollen, die ohne die eigene Erschöpfung als Währung führen wollen.
Sicherheit & Finanzen im Alltag
Innere Abgrenzung trägt nur, wenn sie außen abgesichert ist. Wer finanziell oder rechtlich abhängig bleibt, kann schwer Grenzen ziehen. Dieser Strang — verantwortet von Rechtsanwältin Nicole Battistini-Kohler — gibt Orientierung und Werkzeuge für die Fragen, die im Alltag über Unabhängigkeit entscheiden. Keine Beratung im Einzelfall, sondern Grundlagen, Checklisten und die richtigen Fragen.
Wenn Lebenspartner oder Ehegatten zusammenarbeiten: faire Vergütung, eigene Altersvorsorge und Absicherung für den Fall von Trennung oder Scheidung.
Die Balance zwischen Einnahmen, Ausgaben, Haushalt, Kindern, Karriere und Vorsorge — so, dass keine Seite unbemerkt das finanzielle Risiko allein trägt.
Ansprüche beider Seiten, fairer Ausgleich, vermögens-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Folgen — mit den typischen Fallstricken, Risikofaktoren und passenden Sicherheiten.
Gehaltsverhandlung, sorgfältige Prüfung vor der Zusage eines Jobs, Geldanlage und Liquiditätsplanung — das Handwerk hinter finanzieller Unabhängigkeit.
Checkliste vor der Kreditaufnahme, Umgang mit Krediten, was Bürgschaft und Pfandrechte bedeuten — und die Mithaftung für den Partner oder dessen Unternehmen.
Grundzüge des Familien- und Erbrechts, des Steuerrechts und des Verbraucherschutzrechts — so weit, dass Sie Ihre eigenen Entscheidungen verstehen und einordnen können.
Zugang
Vorgespräch verpflichtend. Vor jeder Programmwoche findet ein Gespräch mit Dr. Prox-Vagedes statt. Darin klären wir, ob das Programm zur aktuellen Lebenssituation passt, welche Basismodule den Schwerpunkt bilden und welche Wahlmodule sinnvoll sind.
Wenn im Vorgespräch deutlich wird, dass eine behandlungsbedürftige Lage vorliegt, sagen wir das offen — und empfehlen den passenden Weg. Das Programm ist kein Ersatz für Psychotherapie.
Preis
Im Programm-Richtwert enthalten: fünf Basismodule, zubuchbare Wahlmodule, Materialien, eine Einheit Körperarbeit und ein Nachgespräch vier bis sechs Wochen nach Abreise. Haus (sieben Nächte Sa–Sa, Alleinbelegung), Endreinigung und Versorgung über den Einkaufsservice kommen zusätzlich hinzu — siehe Preise & Konditionen und Angebotsseite. Unverbindlicher Richtwert; verbindlich ist erst das Angebot nach dem Scoping.
Mit Dr. Vanessa Prox-Vagedes, telefonisch, 60 Minuten, verpflichtend (297,50 € inkl. USt).
Wenn im Vorgespräch fachlich abgeraten wird, beginnt keine Programmarbeit — es entstehen keine weiteren Kosten.
Eine Sitzung 4–6 Wochen nach Abreise, um die Woche in den Alltag zu übersetzen.
Fallstudie
Eine Oberärztin zwischen Station, Kindern und einer pflegebedürftigen Mutter — und eine Woche, die nicht dazu diente, sie zu reparieren.